Einfach Pralinen selber machen: Schnelle Thermomix Rezepte für TM5, TM6 & TM7


Gesamtzeit

120 Min


Schwierigkeitsgrad

Mittel

Herzlich willkommen auf hanskocht.com! Heute zeige ich Ihnen, wie Sie mit Ihrem Thermomix edle Pralinen selber machen können, ohne dabei die klassische Handwerkskunst zu vernachlässigen. Dieses Rezept verbindet traditionelle Techniken mit der Präzision und Effizienz Ihres Thermomix und garantiert ein perfektes Ergebnis – samt samtiger Textur und intensiven Aromen. Lassen Sie uns gemeinsam in die Welt der feinen Confiserie eintauchen.

Zutaten für ca. 30 Pralinen

  • 200 g hochwertige Zartbitterschokolade (mind. 70 % Kakaoanteil), in Stücken
  • 100 g Vollmilchschokolade, in Stücken
  • 100 g Sahne (mind. 30 % Fett)
  • 30 g Butter, kalt und in Würfeln
  • 30 g Puderzucker
  • 30 g Haselnusskerne, fein gehackt (optional)
  • 1 Prise feines Meersalz
  • 1 TL Vanilleextrakt oder das Mark einer Vanilleschote
  • Kakaopulver, gehackte Nüsse oder Kokosraspel zum Wälzen

Zubereitung Schritt für Schritt mit dem Thermomix

  1. Schokolade fein hacken:
    • Geben Sie die Zartbitterschokolade und die Vollmilchschokolade in den Mixtopf.
    • Zerkleinern Sie die Schokolade 10 Sek./Stufe 8. Die Stücke sollen fein, aber nicht pulverisiert sein.
    • Mit dem Spatel nach unten schieben.
  2. Ganache herstellen:
    • Fügen Sie die Sahne, Butter, Puderzucker, Vanilleextrakt und die Prise Salz hinzu.
    • Erwärmen und schmelzen Sie die Mischung 5 Min./50 °C/Stufe 2, bis eine glatte, glänzende Creme entstanden ist.
    • Falls die Schokolade nicht vollständig geschmolzen ist, 1-2 Min. weiter erhitzen, dabei auf die Temperatur achten (nicht über 55 °C).
  3. Emulgieren und Kühlen:
    • Mixen Sie die Ganache 20 Sek./Stufe 4, um eine homogene Textur zu erhalten.
    • Geben Sie die fein gehackten Haselnüsse hinzu und vermengen Sie alles 10 Sek./Linkslauf/Stufe 3 (optional).
    • Füllen Sie die Ganache in eine flache Schale und decken Sie diese mit Frischhaltefolie ab (direkt auf der Oberfläche, damit keine Haut entsteht).
    • Kühlen Sie die Ganache mindestens 2 Stunden im Kühlschrank, bis sie schnittfest ist.
  4. Formen der Pralinen:
    • Mit einem Teelöffel oder einem kleinen Ausstecher Portionen der Ganache abstechen.
    • Mit leicht feuchten Händen zu kleinen Kugeln formen.
    • Die Pralinen in Kakaopulver, gehackten Nüssen oder Kokosraspeln wälzen, um ihnen eine ansprechende Optik und zusätzlichen Geschmack zu verleihen.
    • Pralinen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und nochmals 30 Minuten kalt stellen.
  5. Servieren und lagern:
    • Pralinen am besten kühl (15–18 °C) lagern, damit sie ihre perfekte Konsistenz behalten.
    • Vor dem Servieren 10 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen, um das Aroma voll zu entfalten.

Wichtige Tipps für das perfekte Ergebnis

  • Schokoladequalität: Verwenden Sie ausschließlich hochwertige Schokoladen, da diese die Basis für Geschmack und Textur bilden.
  • Temperaturkontrolle: Achten Sie auf die Temperatur beim Schmelzen – zu heiß zerstört die Schokoladenemulsion, zu kalt bleibt die Masse körnig.
  • Ganache-Konsistenz: Die Ganache muss gut gekühlt, aber noch formbar sein, um die perfekte Pralinenform zu erhalten.
  • Variationen: Experimentieren Sie mit Füllungen wie Likören, Fruchtpürees oder Gewürzen, um Ihre persönlichen Lieblingspralinen zu kreieren.

Mit diesem Rezept können Sie Ihre eigenen, exquisite Pralinen selber machen und dabei die Essenz traditioneller Confiserie bewahren – präzise, effizient und mit dem gewissen Etwas. Viel Freude beim Nachmachen und Genießen!

Passe das Rezept an deine Ernährungsbedürfnisse an

Um dieses exquisite Pralinen-Rezept optimal an spezielle Ernährungsbedürfnisse anzupassen, habe ich verschiedene Alternativen entwickelt, die die Qualität, den Geschmack und die Präsentation der Pralinen bewahren. Beachten Sie bitte die folgenden Anpassungen für jede der genannten Diäten:

Ernährungsanpassungen

  • Glutenfrei:
    • Das ursprüngliche Rezept ist bereits glutenfrei, da keine glutenhaltigen Zutaten verwendet werden. Achten Sie jedoch darauf, dass alle verwendeten Schokoladen als glutenfrei gekennzeichnet sind.
  • Laktosefrei:
    • Ersetzen Sie die Sahne durch eine laktosefreie Sahne oder eine pflanzliche Alternative wie Kokoscreme.
    • Für die Butter können Sie laktosefreie Margarine oder ein pflanzliches Fett verwenden.
  • Vegan:
    • Verwenden Sie vegane Zartbitterschokolade und Vollmilchschokolade ohne tierische Produkte.
    • Ersetzen Sie die Sahne durch Kokosmilch oder eine andere pflanzliche Sahne.
    • Statt Butter verwenden Sie vegane Margarine oder ein pflanzliches Fett.
    • Nutzen Sie Puderzucker, der vegan ist (achten Sie auf die Herstellung).
  • Vegetarisch:
    • Das Rezept ist bereits vegetarisch, da es keine Fleisch- oder Fischprodukte enthält.
  • Kalorienarm:
    • Reduzieren Sie die Menge der Butter auf 15 g und verwenden Sie stattdessen Apfelmus oder ein Joghurt-Alternativprodukt (z. B. griechisches Joghurt, wenn nicht laktosefrei oder vegan).
    • Ersetzen Sie die Schokolade durch eine kalorienreduzierte Schokoladenalternative oder eine Schokolade mit weniger Zucker.
  • Keto (kohlenhydratarm):
    • Verwenden Sie zuckerfreie oder Stevia gesüßte Schokolade, um den Kohlenhydratgehalt zu minimieren.
    • Ersetzen Sie den Puderzucker durch ein kalorienfreies Süßungsmittel, das für die Keto-Diät geeignet ist.
    • Beachten Sie die Menge an Haselnüssen, da Nüsse auch Kohlenhydrate enthalten können. Wählen Sie eventuell Mandeln als Alternative.
  • Low-FODMAP-Diät:
    • Verwenden Sie laktosefreie Sahne oder eine pflanzliche Sahne, die für die Low-FODMAP-Diät geeignet ist.
    • Statt der Haselnüsse können Sie Pekannüsse oder Walnüsse verwenden, da diese in moderaten Mengen gut verträglich sind.

Mit diesen Anpassungen können Sie die köstlichen Pralinen nicht nur Ihren persönlichen Vorlieben, sondern auch speziellen Ernährungsbedürfnissen gerecht werden. Viel Freude beim Ausprobieren und Genießen!

Beim Zubereiten der edlen Pralinen mit dem Thermomix gibt es je nach Modell einige wichtige Unterschiede und Aspekte zu beachten, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen:

  1. Garzeiten und Temperaturbereiche
    • TM31: Dieses Modell erreicht maximal ca. 100 °C, was für das Schmelzen der Schokolade und die Ganache-Herstellung ausreichend ist. Allerdings ist die Temperatursteuerung weniger präzise, daher sollten Sie die Temperatur im Auge behalten, um ein Überhitzen der Schokolade (über 55 °C) zu vermeiden.
    • TM5: Bietet eine etwas genauere Temperatursteuerung bis 120 °C, was für die Pralinenherstellung vorteilhaft ist. Die voreingestellten Temperaturen erleichtern die Arbeit, dennoch empfiehlt sich das manuelle Überwachen der Schmelzphase.
    • TM6 und TM7: Verfügen über noch genauere Temperaturregelungen und zusätzliche Kochmodi. Die integrierte Heiztechnologie ermöglicht eine präzise Temperatursteuerung bis 160 °C, wodurch das Schmelzen und Erwärmen der Ganache besonders schonend und effektiv erfolgt.
  2. Misch- und Rührgeschwindigkeit sowie Linkslauf
    • TM31 und TM5: Diese Modelle verfügen über den Linkslauf, der sich ideal zum behutsamen Vermengen empfindlicher Zutaten wie gehackte Haselnüsse eignet. Die Rührgeschwindigkeiten lassen sich stufenlos einstellen, jedoch ohne die erweiterten Automatikfunktionen der neueren Geräte.
    • TM6 und TM7: Hier ist der Linkslauf ebenfalls vorhanden, teilweise mit optimierten Einstellungen für noch schonenderes Rühren. Die Geschwindigkeit und Rührdauer können genau programmiert und mit Guided Cooking kombiniert werden, was die Konsistenz der Ganache noch präziser steuert.
  3. Funktionen wie Guided Cooking und Sous-vide
    • TM31 und TM5: Diese Modelle verfügen nicht über Guided Cooking oder Sous-vide-Funktionen. Die Zubereitung erfordert daher mehr manuelle Steuerung und Erfahrung.
    • TM6 und TM7: Hier profitieren Sie von Guided Cooking, das Schritt-für-Schritt-Anleitungen direkt am Display bietet – ideal für Anfänger oder als Unterstützung bei komplexeren Pralinenrezepten. Zudem ermöglicht die Sous-vide-Funktion das besonders sanfte Erwärmen von Ganache oder anderen empfindlichen Zutaten, was zu einer noch samtigeren Textur führt.
  4. Fassungsvermögen des Mixtopfs und Mengenanpassungen
    • Alle Modelle haben einen Mixtopf von ca. 2,0 bis 2,2 Litern, was für die angegebene Menge (ca. 30 Pralinen) gut ausgelegt ist.
    • Bei größeren Mengen sollten Sie die Zutaten in mehreren Durchgängen verarbeiten, um eine gleichmäßige Konsistenz zu gewährleisten – insbesondere bei TM31 und TM5, wo die Motorleistung etwas geringer ist.
  5. Sicherheits- und Reinigungshinweise
    • Varoma: Bei allen Modellen ist der Varoma als Zubehör vorhanden, wird aber für dieses Rezept nicht benötigt. Sollten Sie dennoch Dampfgaren oder andere Variationen ausprobieren, beachten Sie die unterschiedlichen Passformen und Dichtungen, die sich zwischen den Modellen leicht unterscheiden.
    • Reinigung: TM6 und TM7 verfügen über ein integriertes Spülprogramm, das die Reinigung erleichtert. Bei TM31 und TM5 erfolgt die Reinigung manuell, weshalb Sie besonders auf das Entfernen von Schokoladenresten im Mixtopf achten sollten, um unangenehme Gerüche oder Verkrustungen zu vermeiden.
    • Generell empfiehlt sich das sofortige Reinigen nach der Herstellung der Ganache, da Schokolade schnell aushärtet und die Reinigung erschwert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass neuere Modelle wie TM6 und TM7 durch ihre präzise Temperatursteuerung, automatisierte Programme und komfortable Bedienung die Herstellung von Pralinen erleichtern und perfektionieren. Ältere Thermomix-Modelle wie TM31 und TM5 erfordern etwas mehr Aufmerksamkeit und manuelle Kontrolle, liefern aber ebenfalls hervorragende Ergebnisse – vorausgesetzt, man passt die Garzeiten und Rührgeschwindigkeiten sorgfältig an.


Hans Schmid

Über mich

Hallo, ich bin Hans Schmid – der Gründer von HansKocht.com. Ich bin leidenschaftlicher Hobbykoch und liebe die deutsche sowie internationale Küche. Auf meiner Seite findest du traditionelle Rezepte, die ich so anpasse, dass sie mit dem Thermomix gelingen und auch für verschiedene Ernährungsweisen geeignet sind – ob glutenfrei, vegan, keto oder einfach leichter.
Dabei ist es mir besonders wichtig, den ursprünglichen Geschmack und die Seele der Gerichte so gut wie möglich zu bewahren.

Die nährstoffreichen Geheimnisse dieses Rezepts

In diesem köstlichen Rezept für Pralinen finden sich zahlreiche wertvolle Mikronährstoffe, die nicht nur den Geschmack bereichern, sondern auch gesundheitliche Vorteile bieten. Hier ist eine Übersicht über die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe:

Enthaltene Mikronährstoffe

  • Vitamine:
    • Vitamin E: In den Haselnüssen enthalten, wirkt als Antioxidans und unterstützt die Zellgesundheit.
    • Vitamin A: In der Butter und der Sahne vorhanden, wichtig für die Haut- und Augengesundheit.
    • Vitamin B2 (Riboflavin): Fällt in der Schokolade an und trägt zur Energieproduktion und zum Stoffwechsel bei.
    • Vitamin B3 (Niacin): Ebenfalls in der Schokolade, unterstützt die Gesundheit des Nervensystems und die Verdauung.
    • Folsäure: In der Sahne und den Haselnüssen zu finden, wichtig für die Zellteilung und die Bildung roter Blutkörperchen.
  • Mineralstoffe:
    • Magnesium: In der Zartbitterschokolade reichlich vorhanden, wichtig für die Muskelfunktion und das Nervensystem.
    • Eisen: Ebenfalls in der Schokolade enthalten, unterstützt die Bildung von Hämoglobin und den Sauerstofftransport im Körper.
    • Kalium: In der Sahne und Haselnüssen vorhanden, trägt zur Regulierung des Blutdrucks und der Herzfunktion bei.
    • Zink: In den Haselnüssen enthalten, wichtig für das Immunsystem und die Wundheilung.
    • Calcium: In der Sahne und Butter vorhanden, unerlässlich für starke Knochen und Zähne.

Durch die Kombination dieser Mikronährstoffe in Ihren selbstgemachten Pralinen fördern Sie nicht nur den Genuss, sondern auch Ihre Gesundheit. Genießen Sie diese kleinen Köstlichkeiten in Maßen und profitieren Sie von den wertvollen Inhaltsstoffen!

Die unglaubliche Geschichte dieses Rezepts

Die Praline hat eine faszinierende Geschichte, die ihre Wurzeln im 17. Jahrhundert hat. Ursprünglich wurden sie in Frankreich als Zuckerbonbons hergestellt und nach dem französischen Adligen César de Plassac benannt, der als Pralinier bekannt wurde. Es wird erzählt, dass dieser bei der Zubereitung seiner Süßigkeiten eine Mischung aus Nüssen und Karamell kreierte, die schnell populär wurde und sich über die Landesgrenzen hinaus verbreitete.

Im 19. Jahrhundert entwickelten Chocolatiers die Praline weiter und begannen, sie mit Schokolade zu umhüllen. Dies führte zu einer Vielzahl von Variationen, die heute in vielen Kulturen genossen werden. Einige interessante Fakten über Pralinen sind:

  • Die erste dokumentierte Herstellung von Pralinen in der Schweiz wird auf die 1840er Jahre datiert.
  • In Belgien werden Pralinen oft als Kunstwerke betrachtet, und die Herstellung wird als Handwerk mit hoher Präzision und Kreativität angesehen.
  • Die berühmte Pralinenmarke Neuhaus hat die Praline 1857 erfunden und gilt als Pionier in der Schokoladenkunst.

Die kulturelle Bedeutung der Praline ist nicht zu unterschätzen. Sie wird oft als Geschenk bei besonderen Anlässen verwendet und ist ein Symbol für Luxus und Zuneigung. In vielen Ländern werden Pralinen nicht nur als Süßigkeit, sondern auch als eine Form der Kunst angesehen, in der Chocolatiers ihre Fähigkeiten und Kreativität zur Schau stellen können. Die Vielfalt der Füllungen und die kreative Gestaltung machen jede Praline zu einem einzigartigen Erlebnis, das nicht nur den Gaumen erfreut, sondern auch das Auge anspricht.

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